Gemeinde Claußnitz

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Bald nach 1780 führte Daniel Gottlob Türk mit Studenten der halleschen Universität das allsonnabendliche „öffentliche ordinaire Konzert“ auf.

Hohe prächtige Säle gab es an den Fürstenhöfen, aber in den Städten waren die Räume der Gasthöfe meist noch niedrig und der großen Zahl hineinströmender Bürger selten gewachsen. So auch der Saal des Ratskellers, in dem Türk mit seinen Studenten und hallenser Sängern oft spielte.

Türks Konzerte waren von Anfang an anders als die bereits bestehenden „Weinmannschen Concerte“. Türk brachte jetzt in der neuen Zeit der Aufklärung mit seinen jungen Laienmusikern Leben in den Saal. Meist standen bei ihm neue Singspiele und Opernmusiken auf dem Programm.

Auch diesmal wurde es wieder eng im kleinen Saal. Türk der Dirigent, selbst kaum über die Dreißig, feuerte seine jungen Musiker an.

Da geschah es, in einer dramatischen Opernszene holte er weit ausladend mit dem Taktstock aus. Klirrend, als ob das Geklimper zum Ende der Szene gehört hätte, hagelten die stumpfen Bleiglasstücke vom Lüster herab.

Gefährliches war dabei nicht passiert und Türk, der das alles mit seinem Stab angerichtet hatte, stand unbeirrt auf seinem Podest und dirigierte nun mit viel Gefühl den ruhigen Teil der Oper. (dpc)

 
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