Gemeinde Claußnitz

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Museumsbahnhof lädt zur erlebnisreichen Post-Sonderschau

„Reisen um 1800“ so lautet nicht nur der Untertitel eines Vortrages aus Anlass des Tages des offenen Denkmals.

Für den 07. und 08. September laden das Team des Museumsbahnhofes Markersdorf-Taura sowie die Edition Stuckhaus Gruppe zu einer erlebnisreichen Veranstaltung unter dem Motto „Die Post ist da…“  ins schöne Chemnitztal ein.

„Absoluter Höhepunkt für viele Besucher wird ganz sicher eine Fahrt mit einer original sächsischen Postkutsche sein“ ist sich Robin Helmert sicher. Das edle Gefährt steht für Rundfahrten der Besucher und Gäste bereit. „Bei der Sichtung alter Unterlagen des Bahnhofes stießen wir auf die Baupläne des Wirtschaftsgebäudes und einen darin eingezeichneten Postraum“ erläutert Robin Helmert. Alte Postkarten und Briefe mit Zug- und Streckenstempeln sind  weiterführende Zeugnisse der zeitweise auch auf der Chemnitztalbahn betriebenen Bahnpost. „Am Empfangsgebäude hing zudem einst ein historischer Reichs-Postbriefkasten“ berichtet der Museumsbahner. „Die Umrisse dieses schwungvoll gehaltenen Kastens sind an der Fassade noch auszumachen“ weißt Helmert auf die Spuren hin. „Da die Postbeamten diesen Kasten in der farblichen Gestaltung den Vorgaben der jeweiligen staatlichen Ordnung anpassten, haben sich einzelne versehentliche Pinselstriche an der Hauswand zu einem Profil zusammengefügt. Wir konnten kürzlich einen solchen alten Kasten erwerben und sollte die Restaurierung rechtzeitig abgeschlossen sein, wird er zum Tag des offenen Denkmals eingeweiht“ verrät der Museumsbahner.

Doch auch weitere Parallelen ziehen die Eisenbahnfreunde zwischen Bahn und Post. So wurde das Telegrafenwesen, der Vorläufer der heutigen Telekommunikation, einst von der Eisenbahn entwickelt, um einen sicheren Bahnbetrieb durch gute Verständigung zu gewährleisten. Später nutzte die Post die Telegrafenleitungen entlang der Bahnstrecken mit. „Nicht zu vergessen, sahen die ersten Eisenbahnwagen wie auf Schienen gestellte Postkutschen aus, denn die ersten Wagons wurden von Kutschenbauern hergestellt“ blickt Bert Lochmann in die Anfangszeiten zurück.Als „Korporal Stange“ wird er auch den schon erwähnten Vortrag im Carolapark halten und die Gäste mit auf Zeitreise in eine längst vergangene Epoche nehmen.

Die Ausstellung und die Museumsbahn können interessierte Besucher an beiden Tagen zwischen 10:00 und 18:00 Uhr besuchen. Mit Kaffee und Kuchen ist für eine kleine Stärkung gesorgt. Alle Informationen haben die Eisenbahnfreunde noch einmal auf der Internetseite www.chemnitztalbahn.de zusammengefasst.

 
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